Altersarmut

„Rente auf Pump?“ und „Verspielen wir unsere sozialpolitische Zukunft?“, so lauteten zwei wichtige Fragestellungen, die sich auf einem Fach-Forum in Berlin mit der Zukunft der Altersvorsorge hierzulande beschäftigten.

Dort diskutierten Bundestagsabgeordnete verschiedener Fraktionen und ausgewiesene Experten wie Bert Rürup oder der Leiter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) die jüngsten Rentenentscheidungen der Großen Koalition. Trotz teilweise äußerst kontroverser Diskussion durchzog ein Tenor die Veranstaltung: ob die Mütterrente und die Rente mit 63 Jahren, beides Projekte, die ab 1. Juli 2014 starten sollen, wirklich noch in dieser Form kommen, ist nicht endgültig geklärt. Zumal sich die politisch Verantwortlichen in dieser Frage bereits wieder zusammensetzen.

Risiko der Rentenpakete

Dazu kommt, dass die Experten anhand von konkreten Berechnungen aufzeigten, wie sich diese Rentenpakete auf die Haushalte in Zukunft auswirken könnten und zu Belastungen führen, die derzeit noch gar nicht in ihren Ausmaßen sicher abzuschätzen sind. Hier wurde vielfach die Rechnung noch ohne den Volkswirt gemacht … Und diese Rentenpakete wurden auch als indirektes EU-„Geschenk“ bezeichnet, die erst dadurch möglich wurden, weil Deutschland aufgrund der niedrigen Zinsen derzeit immense Summen bei den (Staats-)Schuldzinsen einspart. Doch was wäre, wenn … die Zinsen wieder steigen? Rente mit 70…? Diese Pläne liegen längst in einigen Schubladen…

Baby-Boomer kommen…

Und was passiert, wenn die Baby-Boomer in den Ruhestand eintreten. 1964, also vor 50 Jahren, war der geburtenstärkste Jahrgang in Gesamt-Deutschland. Deren Verrentungswelle dürfte in ca. zehn bis fünfzehn Jahren beginnen. Auch in dieser Hinsicht erwarten die unabhängigen Rentenexperten, dass derzeitige Verteilungskompromisse (als nichts anders wurde Rentenpolitik bezeichnet) dann komplett in Frage gestellt werden könnten. Sie bemängelten zugleich, dass die derzeitigen Rentenszenarien, in der Regel bis zum Jahr 2030, für eine weitsichtige Rentenpolitik viel zu kurz greifen.

Private Vorsorge ist wesentlich!

Deshalb klang auch das Fazit der Veranstalter: das rein umlagenfinanzierte Rentensystem wird immer mehr und deutlicher auf die Belastungsprobe gestellt werden. Vor allem, wenn die Signale weiter so in Richtung gesetzliche Rente gehen und die private Altersvorsorge zu  stiefmütterlich behandelt wird.

Konkret: wie sieht Ihre Rente aus? Sind Sie eventuell darauf angewiesen, dass Ihre Kinder später für Sie sorgen – sozusagen mittelalterliche Zustände? Oder kennen Sie konkret die eventuell bestehende Lücke? Welche Risiken gibt es bei der Ausfinanzierung?

In einem Gespräch kann ich Ihnen gerne Dinge aufzeigen und helfen, hier Lösungen zu finden. Vereinbaren Sie einen Termin!

 

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