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Seit vielen Jahren befinden wir uns in einer Niedrigzinsphase – das Thema Kapitalanlage bereitet immer mehr Menschen Kopfzerbrechen. Immer wieder heißt es, dass eine Zinswende kommen muss. Doch keiner weiß wann und wie – es gibt immer wieder Mutmaßungen und verschiedene Ereignisse lassen vermuten, es muss sich ändern. Ein Beispiel: Die Entscheidung der amerikanischen Notenbank FED, den Geldmarkt nicht mehr in diesem Maß mit Geld zu überfluten. Ein Wort, das in diesem Zusammenhang die Welt neu lernen musste war: Tapering.

Kapitalanlage in Dax-Papieren?

Es scheint, es bleibt nur die Alternative Geld in Aktien zu investieren. Die Aktienmärkte bewegen sich jedoch auch von einem Hoch zum Nächsten. Und wenn man eins in den vergangenen Dekaden der Aktien-Haussen gelernt hat: Investiere niemals bei Höchstkursen. Es ist selten geworden, jedoch gibt es immer noch einzelne Aktionäre, die noch Telekom-Aktien von 2002 und früher im Depot haben. Über Einstiegskurse sollte man hier besser nicht diskutieren.

Diese Form der Geldanlage ist demnach auch keine wirkliche Alternative, die Risiken scheinen zu hoch. Es ist die Frage, wo ist das Risiko höher bzw. welche Risiken bestehen wo? Ist es da vielleicht eher sinnvoll, einfach mal Geld auf einem Tagesgeldkonto bei einer der Direktbanken stehen zu lassen und eine sehr magere Verzinsung in Kauf zu nehmen? Hier sollte man sich zunächst bewußt machen, dass bei einer gegebenen Inflation von rd. 2 – 2,5% p.a. ist das die sichere Geldvernichtung. Und in welcher Form und wann sich die Gegebenheiten am Markt ändern, lässt sich derzeit nicht sagen.

Wo ist mein Risiko bei einer Kapitalanlage in Zins-Papieren?

Also trotzdem in ein gut diversifiziertes Rentenportfolio investieren? Auch hier sollte man sehr genau die Risiken bewerten und aufgrund der Gefahr eines Zinsanstiegs sind diese ziemlich hoch.

Konkret: Wenn die Zinsen steigen werden die Kurse der Rentenpapiere fallen. Und dies wird sich sehr schnell im Depot bemerkbar machen, es können Verlustschwellen (gerade bei Vermögensverwaltungen) berührt oder gerissen werden, so dass Portfoliomanager gezwungen sind, Papiere zu veräußern.

Was ist die Lösung?

Natürlich hängt die Lösung maßgeblich vom persönlichen Risikoprofil ab – haben Sie mit Ihrem Banker mal ein grundlegendes Risikoprofil erstellt? Wenn ja, kennen Sie Ihr Profil und wissen Sie, ob Ihre Geldanlagen in Ihr Profil passen? Grundsätzlich sollte im Mittel eine Performance (Ertrag) der Kapitalanlage erzielt werden, der insgesamt oberhalb der Inflation zzgl. Kosten (für die Geldanlage) liegt, d. h. mindestens 4% p.a. sollten erzielt werden. Aufgrund der oben geschilderten Problematik geht das nur, wenn man eine breite Streuung vornimmt. Hier sollte man nicht nur in verschiedenen Anlageklassen streuen, sondern auch was die Laufzeiten der Kapitalanlagen betrifft, ebenso die rechtlichen Formen – Beteiligungen wie Direktinvestments.

Eine erfolgreiche Kapitalanlage können Sie daher letztendlich nur in Zusammenarbeit mit Spezialisten erstellen. Ich helfe Ihnen gerne und zeige Ihnen anhand realer Musterdepots, wie auch Sie entsprechende Risiken meiden und bestehende Chancen wahrnehmen. Lassen Sie sich beraten!

 

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