Schild 09

Laut einer aktuellen Studie der Postbank verlieren Deutsche Sparer in diesem Jahr real rund 14 Mrd. Euro – oder anders ausgedrückt: 14.000.000.000 EUR – das ist mehr als doppelt so viel wie die letzte Rentenerhöhung gekostet hat. Grund für diesen Verlust ist das aktuelle Zinstief. Der Verlust der Bundesbürger könnte 2014 sogar auf 21 Mrd. EUR ansteigen, denn durch den Anstieg der Inflation bei anhaltend niedrigen Zinsen wird sich die reale Vermögensvernichtung noch weiter beschleunigen. Umso wichtiger ist es, passend auf diesen Vermögensverlust zu reagieren.

Dass die Zinsen zunächst weiter auf diesem Tief verharren werden, scheint sicher. EZB-Präsident Mario Draghi betonte vor nicht allzu langer Zeit, dass die Leitzinsen „für längere Zeit auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau“ bleiben werden.

Dies stellt allen voran Lebensversicherer und Pensionskassen vor große Probleme. Sie sind gezwungen, Zinspapiere zu kaufen, die nachweislich eine niedrigere Rendite abwerfen, als die aktuelle Inflation.

Aber auch konservative Anleger zwingt dies zum Umdenken. Jetzt, bei hohen Aktienkursen umschwenken und Aktien kaufen, offensichtliche Risiken eingehen?

Ich sage: NEIN! Viel wichtiger ist es, eine professionelle Finanzplanung erstellen zu lassen und seine persönlichen Risiken genau zu kennen. Was passiert mit meinem Portfolio in den kommenden 5 oder 10 Jahren in den verschiedenen Szenarien? Welche Rendite habe ich eigentlich insgesamt? Macht es Sinn, sich jetzt weiter zu verschulden? Sind Immobilien ein sicherer Hafen?

All das sind Fragen, die in diesem Zusaammenhang aufgekommen und gestellt werden müssen. Und diese Fragen sollten Sie jährlich mit Ihrem Finanzplaner neu diskutieren, denn der Markt verändert sich – genauso wie Ihre Bedürfnisse.

Wieviel haben Sie eigentlich aufgrund des aktuellen Zinstiefs real verloren?