Die Notenbank der USA (FED) hat gestern entschieden, dass die Zinsen weiterhin so niedrig bleiben und dass vorerst auch der Aufkauf von Staatsanleihen nicht gestoppt wird. Aktuell pumpt die FED jeden Monat rd. 85Mrd. Dollar in den Markt zu sehr niedrigen Zinssätzen, nahe der Nullgrenze.

Das bedeutet, dass die gesamte Wirtschaft immer mehr Geld im Umlauf hat. Was hat das zur Folge?

Unserem Geld steht die Summe unserer Waren und Dienstleistungen gegenüber, das nennt man das Bruttoinlandsprodukt. Hierunter versteht man die Summe aller Waren und Dienstleistungen eines Jahres, also alle verkauften Waren und die dazugehörigen Dienstleistungen.

Nun wird die Menge des Geldes, die diese bestehenden Waren und Dienstleistungen kaufen kann, immer größer, weil die Amerikaner immer mehr Geld in den Kreislauf bringen. Auch die europäische Zentralbank pumpt fleißig günstiges Geld in Markt, ebenfalls zu sehr günstigen Konditionen.

Das oben beschriebene Bruttoinlandprodukt und die Menge des Geldes müssen im Opmialfall in etwa gleich groß sein. Die Menge des Geldes steigt. Um es auf einem Level zu halten, müsste man nun die Produktion ankurbeln, man müsste Autos und viele andere Dinge einfach so produzieren – egal ob sie nachgefragt werden. Dann würde die Summe aller Waren und Dienstleistungen auch steigen.

Solche Szenarien hat es in der Geschichte zuhauf gegeben, aktuell wird die Produktion in der Breite aber nicht in dieser Form gesteigert. Jedoch muss das Geld nun für weniger Produkte als vorher ausgegeben werden – das hat zur Folge, dass die Waren und Dienstleistungen einfach teurer werden. Womit wir bei der daraus resultierenden Inflation wären… Alternativ kann man Dinge kaufen oder in Auftrag geben, die man in einer normalen Situation nicht konsumieren würde – z. B. gehören Waffen dazu, oder auch das Krieg führen.

Das ist die Schattenseite des „billigen Geldes“, das Geld muss investiert werden. Auch wenn es keine sinnvollen Investitionsmöglichkeiten mehr gibt. Und damit werden auch die Renditen für Geldanlagen im klassischen Bereich niedrig bleiben, gleichzeitig wird die Inflation auf jeden Fall weiterhin bestehen – so dass bei einer klassischen Geldanlage Geld vernichtet wird.

Im Gegenzug werden die Zinsen erstmal günstig bleiben… Die Frage ist, wie hoch dieser Preis für die gesamte Wirtschaft irgendwann sein wird.