Keine Frage, die Anforderungen an das moderne Berufsbild steigen. Und damit verbunden auch die psychischen und physischen Belastungen. Denn ständige Verfügbarkeit oder Erreichbarkeit, Mails und Anrufe nach Feierabend oder am Wochenende fordern ihren Preis. Und immer mehr Arbeitnehmer haben an den Folgen dieser Prozesse zu leiden, wie eine Studie – initiiert von der AOK – zeigt.

Die Grenzen der Belastbarkeit werden immer spürbarer: jeder 3. Befragte erhielt im letzten Monat vor der Befragung “häufig” Anrufe oder E-Mails außerhalb der Arbeitszeit oder leistete Überstunden. Zwölf von hundert Arbeitnehmern nahmen Arbeit mit nach Hause, rund elf Prozent arbeiteten an Sonn- und Feiertagen.

Genauso gravierend kann sich das Pendeln zwischen Wohnort und Arbeitsplatz auswirken, wenn es – für eine Fahrt – länger als 45 Minuten dauert. Pendler, die für Hin- und Rückweg mehr Zeit benötigen, klagen häufig über einen schlechten Gesundheitszustand oder depressive Verstimmungen vom Stress der Anreise (überfüllte Verkehrsmittel, Staus etc.).

Parallel zu diesen immer weiter geschraubten Anforderungen der flexiblen Arbeitswelt steigt kontinuierlich die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen – mitunter mit langfristigen Folgen, denn auch in punkto anhaltender Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit sind psychische Krankheitsursachen seit Jahren deutlich auf dem Vormarsch.

Denken Sie also am besten frühzeitig daran, die eigene Erwerbsfähigkeit finanziell ausreichend abzusichern. Hierbei besteht erfahrungsgemäß bei der Mehrzahl der Beschäftigten noch Nachhol- bzw. Beratungsbedarf.