Es ist ein leidiges Thema: Endlich mal den Finanzordner angehen und überprüfen lassen. Und seit vielen Monaten schieben Sie es vor sich her. Wer soll es denn auch machen? Stimmen die Verträge eigentlich noch? Ist nicht längst alles überholt? Nun haben Sie sich entschlossen, es ist das Projekt der nächsten zwei Monate, dies mal anzugehen. Aber wie finden Sie den passenden Menschen, der dieser Aufgabe gewachsen ist? Und vor allem: Kann man ihm vertrauen? Ist er qualifiziert?

Im folgenden werde ich Ihnen 5 Punkte aufzeigen, an denen Sie einen guten Finanzberater erkennen können:

  • Qualifikation: Zunächst mal sollte eine fundierte Ausbildung (Bankkaufmann, Versicherungskaufmann; wirtschaftswissenschaftliches Studium) Hintergrund sein und auf der Visitenkarte oder ähnlichem erkennbar sein. Darüber hinaus sind Zusatzqualifikationen wie Studiengänge sinnvoll und wichtig. Achtung: Es gibt Titel, die sich jeder Berater auch ohne zusätzliche Fortbildung selber vergeben kann, wie z. B. „Financial Planner“. Hier ist darauf zu achten, ob ein dazugehöriger Studiengang absolviert wurde (Standard: Frankfurt School of Finance and Management oder European Business School). Wichtig ist auch, ob regelmäßige Fachseminare besucht werden. Optimal ist z. B. der Titel „Certified Financial Planner®“, da hierfür regelmäßige Fortbildungen vorgeschrieben sind und die Qualifikation so alle zwei Jahre neu zu erwerben ist.
  • Beratungsansatz: Ein guter Berater hört Ihnen im ersten Gespräch nur zu, stellt Fragen und notiert sich entsprechende Dinge. Dabei ist es wichtig, dass er Wert darauf legt, alle bestehenden Verträge genau zu kennen und prüfen zu können. Nur wenn er Sie und Ihr finanzielles Umfeld wirklich richtig gut kennt, kann er auch gut beraten. Wenn er all diese Dinge nicht erfragt oder direkt selber anfängt, Vorschläge zu unterbreiten, kann er Ihre Situation nur bedingt beurteilen und seine Empfehlungen werden nicht in allen Belangen passend sein. Nach dieser sogenannten Datenaufnahme sollte ein guter Berater Ihnen Ihren Status Quo in aller Ruhe vorstellen. Achten Sie dabei darauf, ob er Wert darauf legt, dass Sie alles verstehen?
  • Unabhängigkeit: Ein guter Berater ist unabhängig und kann Ihnen nahezu alle am Markt vorhandenen Produkte anbieten. Fragen Sie bei Empfehlungen nach Alternativen, lassen Sie sich zwei oder drei verschiedene Angebote unterbreiten und fragen Sie, warum die ausgesprochene Empfehlung für Sie optimal sein soll.
  • Transparenz: Haben Sie wirklich alles verstanden? Wie funktioniert das Produkt, was Ihnen der Berater vorgestellt hat? Ein guter Berater empfiehlt Produkte, die verständlich und erklärbar sind. Fragen Sie besser einmal mehr als einmal zu wenig. Wie sieht die Kostensituation aus? Hat er von seiner Seite aus offen über Gebühren gesprochen? Ein erstes und informatives Gespräch sollte auf jeden Fall immer kostenlos sein.
  • Erreichbarkeit: Wie erreichen Sie Ihren Berater? Ist er telefonisch erreichbar? Wie lange dauert es, bis das Sie ihn erreichen bzw. er zurückruft oder eMails beantwortet? Ein guter Berater sollte in meinen Augen innerhalb eines Arbeitstages zumindest reagieren. Und vor allem sollte er auch nach Umsetzung der Empfehlungen für Sie erreichbar sein und offene Fragen beantworten können.

Haben Sie bei Ihren Beratungen mal auf diese Punkte geachtet? Sind Sie andere Standards gewöhnt? Wenn Sie interessiert sind, ob so eine Beratung überhaupt möglich ist, lassen Sie uns einen Termin vereinbaren. Ein erstes unverbindliches Gespräch ist immer kostenfrei. Testen Sie mich – ich freue mich darauf!